Die Kälte besiegen — das geht nur zusammen!

Termine, Verfügbarkeiten und Preise beziehen sich auf den Zeitpunkt des Versands.

In den letzten Wochen habe ich viel daran gedacht, dass uns die Sicherheit und der Komfort unseres Alltags so selbstverständlich sind, dass sie uns kaum bewusst werden. Das hatte unter anderem auch mit den Nachrichten aus Kyjiw zu tun.

Deswegen sollen im Zelt auch Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen, deren Erfahrungen über Berlin hinausweisen. Ich freue mich, zwei ukrainische Kunstschaffende vorzustellen, die seit mehreren Jahren in Berlin leben und hier ihrer Arbeit eine neue Richtung gegeben haben:

Zina Isupova im Dialog mit Yaroslav Kusch

Zina Isupova

Zina Isupova kam nach Ausbruch des Krieges vor vier Jahren nach Berlin. Sie ist eine Meisterin der Scherenschnitt-Collage und eine brillante Beobachterin. Ausgestattet mit ihrem Telefon streift sie durch den Alltag und hält Momente fest, die sie schließlich in komplexen Scherenschnitten darstellt.

Ihre Motive findet sie in den banalen oder gar schmuddeligen Ecken des Alltags. Sagen wir so: Der Glitzischwamm ist nicht der bescheidenste Gegenstand in ihrem Repertoire.

Dennoch kreiert sie daraus in ihren Scherenschnitten nahezu perfekte Bildkompositionen, die sie unendlich abändert, variiert und mit immer neuen Materialien anreichert.

Originale Scherenschnitt-Collagen von Zina Isupova entdecken

Yaroslav Kusch

Yaroslav Kusch im Dialog mit Zina Isupova

Yaroslav Kusch lebt bereits länger in Berlin. Seine künstlerische Arbeit findet in vielen Medien statt – von der Street Art bis zu Teppichen, von Zeichnungen und Collagen bis hin zu größeren Leinwänden. Oft integriert er gefundene Materialien und verschiedene Medien in einem einzigen Bild.

Bei Zelt Berlin zeigt er eine Serie von größeren Leinwänden, die geradezu surreale Häuser zeigen. Die Leinwände hatte er gefunden und vor dem Müll gerettet. Ihre verschmutzte und geknitterte Oberfläche war für Yaroslav Kusch der perfekte Ausgangspunkt für seine schiefen Häuser mit ihren beschädigten Konstruktionen und falschen Perspektiven.

Kreide, Acryl und Collage auf Leinwand, ca. 90 x 100 cm
JOIN US! Eröffnung am Samstag, 21. Februar, 14 bis 16 Uhr

In other news: Ulrike Ottinger

Mit der Premiere ihres Filmes „Die Blutgräfin“ (mit Isabelle Huppert und Lars Eidinger) hat die Berliner Filmemacherin Ulrike Ottinger diese Woche auf der Berlinale Wellen geschlagen.

Als Fan dieser „Kreuzberger Legende“ habe ich eine Monografie zu ihrem Lebenswerk für euch im Programm – ein enormer Schatz an visuellem Input und Inspiration:

Buchcover der Monografie zu Ulrike Ottinger

Out of Kreuzberg: Das einzigartige Universum von Ulrike Ottinger

Dieses Künstlerbuch führt in acht Stationen durch das vielschichtige Werk der visionären Filmemacherin und enthält Drehbücher, Filmrequisiten, Objekte, Kostüme, Stoffcollagen und Fotografien. Texte von u.a. Çağla Ilk, Misal Adnan Yıldız und Katharina Sykora zeigen, wie Ottinger Machtstrukturen hinterfragt und Zeichen für Solidarität setzt.

Hatje Cantz / Kunsthalle Baden-Baden 2022, 276 Seiten, Softcover

 

Ich freue mich auf euren Besuch! Danke fürs Lesen! Eure Sandra Rendgen

Der Weg ins Zelt: die große Treppe am Aufbau Haus


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